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Kontemplationsrundbrief
Im Strudel der Likes & Dislikes

Liebe Freundinnen und Freunde auf dem Weg der Kontemplation,
liebe Interessierte in Nah und Fern!

Neulich habe ich in den Nachrichten gehört, dass sich in den sozialen Medien vor allem solche Äußerungen verbreiten, besonders "geliked" bzw. "disliked" werden, die "aus dem Vollem" schöpfen, negativ aufgeladen mit Habgier, Neid, Zorn, Missgunst u.v.a.m. Man kann durchaus sagen, dass in der Sonderwelt des Digitalen viele Menschen sich im Strudel  der Likes und Dislikes verloren haben. Im politischen und wirtschaftlichen Bereich droht mannigfaltige Manipulation, uns persönlich droht "Veräußerung". Nun, wir werden zwar nicht verkauft, geben uns aber freiwillig ganz dem (Ver-)Urteilen hin. Gestern habe ich mir bewusst die Kommentare auf den verschiedenen Plattformen angeschaut. Ich war überrascht, in welch´ mächtigem Strudel der Likes & Dislikes, des Mögens & Ablehnens viele Menschen umher gewirbelt werden.

Natürlich mögen wir manches und lehnen anderes ab, mal bewusst, mal aus dem Bauch heraus. Schwierig wird es jedoch, wenn dieses Werten und Bewerten der zentrales Fixpunkt zwischen mir und meiner Umwelt, mir und meinem Gegenüber wird.

Dies passiert wohl uns allen zunächst in der Jugend, denn unser Ego entwickelt sich, unsere Persönlichkeit erhält Kanten und Ecken.  Später, in den ersten Jahre auf dem Kissen, wenn wir uns einüben, einfach da zu sein, dröhnt mitunter unser beständiges Liken und Dissen lange im Kopf, über viele Jahre haben unsere turbulenten Egofrüchte uns im Griff.

In dem Zimmer, in dem ich meditiere, steht seit vielen Jahren ein Reisewecker aus den 1950er Jahren. Nahm ich anfangs sein Ticken noch wahr und überlegte mir, ihn aus dem Zimmer zu stellen oder gar gegen einen neuen lautlosen auszuwechseln, so bin ich doch mittlerweile froh, diesen Weggefährten nicht ins Exil geschickt zu haben. Das Ticken höre ich mittlerweile nicht mehr. - Dies mag wohl auch der Grund gewesen sein, dass ich einst auf einem Sesshin von einem jungen Zenübenden neben mir leise zischelnd darauf aufmerksam gemacht wurde, doch meine Armbanduhr (ja, auch zum Aufziehen & tickend) abzulegen. Ich entschuldigte mich & steckte die Armbanduhr unter die Matte, so dass wieder - bis auf das noch etwas andauernde Wutschnauben meines Nachbarn - Ruhe herrschte. Ich habe meine Zweifel, dass er sich der Stille hingeben konnte.

Erkennen wir uns da nicht wieder? Wie leicht sind wir "außer" uns! Wir lauschen nicht mehr nach innen, sondern eh´ wir uns versehen, befinden wir uns inmitten unserer "Filterblase". Vielleicht stört uns dann nicht ein Ticken, sondern eine ungewohnte Umgebung, wir verspüren "negative Energien" vom Sitznachbarn neben uns. Wir machen es uns wieder gemütlich / ungemütlich: Unser Ego führt uns - mal wieder - am Nasenring durch die Arena der Likes und Dislikes.


Wird dies Thema im Einzelgespräch rate ich, den ewigen "Sternchenverteiler" in uns freundlich zu begrüßen, ihn auffordern sich zu setzen und dann mit einem Lächeln zur Übung zurück zu kehren. Dies ist der Weg aus der Filterblase - und in die Tiefe.

Was mir noch angesichts der Europawahl wichtig ist zu betonen: Es gehört zu unserer Natur als Menschen, eine Haltung zu entwickeln, aus der heraus das Leben zu gestalten, verantwortungsvoll Antwort zu geben ist. Die Kontemplation soll für mich und andere im Leben fruchtbar werden. Wir alle, die wir kontemplativ unterwegs sind, müssen uns fragen, wie man z.B. den rechtsradikalen Parteien Einhalt gebieten kann: AfD, PiS, Lega, Fidesz und wie sie alle heißen.  Da war hier in Hamburg die Demonstration "Ein Europa für alle!" am vergangenen Sonntag (19. Mai) ein guter Schritt auf diesem Weg! Ein weiterer Schritt gelebter Achtsamkeit ist dann, verächtlichen Aussagen, offensichtlichen Lügen im Alltag klar zu widersprechen - und eine Partei zu wählen, die die Menschenwürde achtet und fördert. Seinen wir Fels in der Brandung.

Und nun möchte ich euch mit einem Zitat von Mevlânâ Rumi den nächsten Kontemplationstag am 15. Juni und die Woche im Kloster Helfta vom 14. - 20. Oktober ans Herz legen:


Komm,
und noch einmal komm,
wer immer du auch bist:
Bei uns ist Hoffnung!


In diesem Sinne: Werden wir einander zum Segen, bis wir uns wieder sehen!

Euer Jens


Header einkehr-in-stille.de



Die nächsten Tage & Wochen im Schweigen:





Kontemplationstag - Einkehr in Stille

Alles ist gesegnet
- zehntausendfach gesegnet!”


(Meister Mumon)


Samstag
15. Juni 2019
10.00 - 17.00 Uhr

Kirche der Stille
Helenenstraße 14 a
22765 Hamburg

Infos und Anmeldung bis zum 11. Juni 2019:


Melde Dich bitte über die Website der Kirche der Stille an:



Eine Woche im Schweigen
Herbstkurs im Kloster Helfta

Kloster Helfta


Montag, 14. Oktober, 18.00 Uhr bis
Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.30 Uhr

Mehr Infos hier.



Anmeldung nur über:

Link zum Kloster HelftaLindenstrasse 36
06295 Lutherstadt Eisleben
Tel.: 03475-711-400 (-461)
Fax: 03475-711-444
gaestehaus@kloster-helfta.de


Bürozeiten: Montag – Freitag von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr &
13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

www.kloster-helfta.de



Die Kontemplationsabende in der Kirche der Stille 2019


Gemeinsam mit anderen unterwegs sein

  •  Jeden Montagabend in der Kirche der Stille (außer feiertags & in den Sommerferien)
  • 19.30 bis 21.00 Uhr
  • Kurzeinführung für „Neue“ jeweils 19.00 Uhr
  •  3 x 20 Minuten Sitzen in Stille

    Mehr Infos hier.





Die Tage und Wochen im Schweigen 2019


02. Februar 2019, Kirche der Stille (KdSt)
11. – 17. März 2019, Kloster Helfta: Frühjahrskurs
22. April 2019 (Ostermontag), KdSt
15. Juni 2019, KdSt
24. August 2019, KdSt
14. – 20. Oktober 2019, Kloster Helfta: Herbstkurs
26. Oktober 2019, KdSt

01. Dezember 2019 (1. Advent), KdSt

Sämtliche Infos und der Ausblick auf 2020 hier.



Andere Zeiten 01/2019 - Die leere Schale meiner Sehnsucht
Die leere Schale meiner Sehnsucht -
6 Wochen auf dem Kissen - ein Erfahrungsbericht

Wie ist das eigentlich, wenn man sich auf dem Weg macht? – Dieses „wie“ hat Kirsten Westhuis in ihrem Artikel „Die leere Schale meiner Sehnsucht“ anschaulich beschrieben. Sie ist Redakteurin im Verein Andere Zeiten (u.a. Herausgeber des Anderen Advents) und bat mich, sie in die Übung der Kontemplation einzuführen und sechs Wochen lang als Kontemplationslehrer zu begleiten. Ihr Bericht beginnt folgendermaßen:

Ich sitze auf meinem Meditationsbänkchen. Den Rücken aufgerichtet. Den Blick leicht gesenkt. Die Lider halb geschlossen. Neben mir auf der Decke liegt eine elektronische Eieruhr, die 15 Minuten runterzählt. Mein Knie zwickt. Am Hinterkopf juckt es. Meine Brille ist dreckig. Ich habe die Mülltonne noch nicht an die Straße gestellt. Was macht wohl meine alte Schulfreundin Ester? Ich muss endlich neue Schuhe für meine Tochter kauffen. STOPP!!!
Ich seufze. Schon wieder bin ich mit meiner Aufmerksamkeit irgendwo – nur nicht im Hier und Jetzt. …


Klicke auf das Titelbild, um den Erfahrungsbericht zu lesen.


Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation
Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation als Lebensweg

Wer nach dem Lesen des Artikel von Kirsten Westhuis auf den Geschmack gekommen ist: Dieses Praxisbuch haben meine Lehrerin Luitgard und ich, nachdem es nicht über den Verlag erhältlich war, durchgesehen und überarbeitet. Luitgard schrieb es, nachdem viele KursteilnehmerInnen den Wunsch nach einem Ratgeber, besonders für die Zeit nach einer Meditationswoche, geäußert hatten. Luitgards Buch führt anschaulich und mit vielen Tipps in die rechte äußere und innere kontemplative Haltung ein. Sie beschreibt die Übung der Kontemplation in all ihren Vollzügen (sitzen, schreiten, schweigen etc.), praktische Hinweise für die Zeit nach einem Kurs und Gleichnisgeschichten zeigen Weg-Richtung an.

Klicke auf das Cover, um das Buch als pdf-Datei herunter zu laden.



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Artikel der KuM über das WFdK e.V.
Auch Kontemplative kochen nur mit Wasser!

- Ein persönlicher Rückblick auf sechs Jahre Würzburger Forum der Kontemplation -

Ich engagierte mich von 2012 bis 2018 in den – durchaus turbulenten! – ersten Jahren nach der Gründung des WFdK im Vorstand, verantwortlich u.a. für die Zeitschrift Kontemplation und Mystik (KuM). Dort habe ich auf die Jahre in einem Interview zurück geblickt.

Klicke auf das Cover, um das Interview zu lesen.






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Dipl.-Psych. Jens Kretschmer

Kontemplationslehrer (WSdK, WdG)
Mitglied im Würzburger Forum der Kontemplation (WFdK) e.V.
Vorstandsmitglied im Förderverein Kirche der Stille e.V.

Scheplerstr. 75
D - 22767 Hamburg
Mobile: + 49 (0) 163 733 12 11

https://einkehr-in-stille.de


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Jens Kretschmer
Scheplerstrasse 75
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